LABEL - LABE-ELBE Adaption to flood risk

„Elbe grenzenlos - Hochwasserrisikovorsorge in den INTERREG-Projekten LABEL und SAWA“

Nachhaltiges Hochwasserrisikomanagement erfordert einzugsgebietsweite Zusammenarbeit über Fachgebiete, Staats- und Ländergrenzen sowie Förderräume hinweg.

Vor diesem Hintergrund fand am 14. und 15. Juni 2011 die Konferenz „Elbe grenzenlos – Hochwasserrisikovorsorge in den INTERREG Projekten LABEL und SAWA“ statt. Die Konferenz wurde von der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Sächsische Staatsministerium des Innern gemeinsam mit 42 Projektpartnern aus acht Staaten veranstaltet um einen vertieften Austausch zwischen den Aktivitäten der Projekte LABEL und SAWA, deren Projektpartnern und mit Dritten fachlich und räumlich interessierten Akteuren zu ermöglichen.

Nach einer einführenden Vorstellung der Projekte LABEL und SAWA sowie der Programmräume „CENTRAL EUROPE“ und „North Sea Region“ konnten erste Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede identifiziert werden. So legen beispielsweise beide Projekte viel Wert auf die Einbindung der von Hochwasser betroffenen Städte und Regionen. An diese richteten sich in dem folgenden Block auch die Fragen „Was bedeutet Hochwasser in den Städten und Regionen im Elbeeinzugsgebiet?“ und „Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Ober- und Unterliegern?“. Nach anschaulichen Beiträgen aus dem Bezirk Reichenberg und der Stadtregion Prag, folgten die Beispiele der Elbe entlang von der Landeshauptstadt Dresden über die Samtgemeinde Elbtalaue zur Freien und Hansestadt Hamburg. Die Vorträge und die anschließende Diskussion machten deutlich, dass ein Staaten- und Regionenübergreifender Austausch erfolgreich praktiziert wird. Nicht nur positive Erfahrungen werden weitergegeben, sondern auch Lehren aus den Fehlern anderer Regionen gezogen.

Der zweite Konferenztag widmete sich intensiv den fachlichen Aspekten der Projekte mit thematischen Blöcken zum Hochwasserrisikomanagement und zur Anpassung an Hochwasserrisiko. Außerdem bekamen die Besucher einen Einblick in die zahlreichen Aktivitäten der Projekte zur Steigerung des Hochwasserrisikobewusstseins bei der betroffenen Bevölkerung.

Ein abschließendes Fazit betonte noch einmal die Bedeutung des Austausches jenseits von Projekträumen und Förderprogrammen. Es wurden Gemeinsamkeiten identifiziert, bei denen ein weitergehender Austausch angestrebt wird, so zum Beispiel zu den Projekttagen zum Thema Hochwasser an Schulen. Auch Unterschiede wurden deutlich, wie bei dem räumlichen Ansatz: in LABEL ist das verbindende Element der Fluss Elbe, in SAWA jedoch tauschen sich Partnerregionen mit unterschiedlichsten naturräumlichen Ausstattungen über das Thema Hochwasserrisikomanagement aus.