LABEL - LABE-ELBE Adaption to flood risk

Bewertung der Hochwasserrückhaltemaßnahmen an Eger, Moldau und Saale

Sowohl im Einzugsgebiet der Saale (DE) als auch in den Einzugsgebieten von Moldau und Eger (CZ) existieren zahlreiche Talsperren und Hochwasserrückhalteräume, die während vergangener Hochwasserereignisse eine bedeutende Rolle bei der Reduktionen des Hochwasserscheitels spielten. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde führte in Zusammenarbeit mit dem tschechischen Masaryk Water Research Institute und AquaLogic Consulting großräumige Simulationsuntersuchungen zur Wirkung tschechischer (an Moldau und Eger) sowie thüringischer (an der Saale)  Hochwasserrückhalteräume auf extreme Hochwasserereignisse an der Elbe durch.

Die Untersuchungen zeigen, dass sowohl die  Hochwasserrückhaltemaßnahmen an Eger und Moldau als auch die Steuerung der Saale-Talsperren dafür sorgten, dass an der gesamten deutschen Elbe während des Hochwassers im Januar 2011 deutlich niedrigere Wasserstände eingetreten sind. Die durchschnittlichen Abminderungen liegen zwischen 1,04 m am Pegel Aussig (Usti nad Labem) und 33 cm am Pegel Wittenberg. Somit konnte ein erheblicher Beitrag zur Minderung der Hochwassergefährdung geleistet werden.

Die Untersuchung bestätigte auch: Alle Maßnahmen, die positiven Einfluss auf das tschechische Einzugsgebiet der Elbe haben, wirken sich auch auf die deutsche Elbe positiv aus: Selbst am Pegel Neu Darchau (ca. 540 km unterhalb der tschechisch-deutschen Grenze) wurde das Hochwasser 2011 von einem 50- auf ein 25-jährliches Ereignis reduziert.

Zusammenfassung für 2011:

Berechnung für 2002 und 2006:

Zusammenfassung aller Berechnungen:

Verantwortliche Partner: Bundesanstalt für Gewässerkunde, BfG, DE; Masaryk Water Research Institute, VUV, CZ; AquaLogic Consulting, CZ; Thüringer Ministerium für Landwirtschaft,  Forsten, Umwelt und Naturschutz, TMLFUN, DE